Fahrerlager Juli und August beim Reit- und Fahrverein Birkenfeld in Zusammenarbeit mit der VFD- Saar e. V.

Unsere Sommer Fahrerlager sind gehalten. Im Juli war unser Motto: Welchen fahrbaren Untersatz gönne ich mir und meinem Shetty. Welche Größe brauche ich, was kann das Pony vom Gewicht her ziehen, Sulky oder doch ein Gig. Was passt zu meinem Gelände und meinen Bedürfnissen. Was will und kann ich für eine Kutsche ausgeben.

Das Pony Donna war mit Anhang zum ersten Mal vor Ort beim Reit- und Fahrverein in Birkenfeld in Zusammenarbeit mit der VFD. Es brachte einen Gig und verschiedene Geschirre mit. In der WhatsApp Gruppe herrschte reger Austausch wer für welchen Hersteller ist, wo die Vorteile liegen, was ist gut und schnell zu verstellen.

Ich als Großpferde Fahrer habe mit diesen Problemen bisher wenig Kontakt gehabt und fand es super interessant. Auch die Unterstützung in der Gruppe und die Erfahrungen die ausgetauscht wurden waren Mega.

Wir bastelten 2 Tage an Donnas Gig herum bis wir in halbwegs richtig eingestellt hatten. Okay der mir bisher bekannte Gig einer Bekannten Marke war dagegen easy zum Einstellen. Bei der etwas billigeren Variante brauchten wir schon echt Ahnung von der Verstellung um das Gefährt richtig auszutarieren.

Leider kann im Gelände die Sitzbank nicht verschoben werden. Das macht es für unser Gelände leider schon sehr schwer da etwas die Last vom Rücken zu bekommen. Im Flachland aber in meinen Augen auch eine gute Alternative für kleineres Geld.

Das Gespann ging aber Sonntags glücklich und zufrieden nach Hause. Ich wünsche allzeit gute Fahrt. Unser Zweispänner Wallach Findus wurde an diesem Wochenende zum Einspänner umgelernt. Hat sich auch super in den 3 Tagen entwickelt. Ja täglich 2 x anspannen Bring wirklich gute Erfolge.

August war spannend. Am Freitagmorgen starteten wir zum ersten Mal mit den Kutschen von Niederbrombach und Wilzenberg nach Birkenfeld zu unserem Fahrerlager. Es war eine tolle aber anspruchsvolle Strecke. Tolle Aussichten und steile Anstiege begleiteten uns.
Für Samstag hatten wir uns einiges vorgenommen… Wir reden doch immer davon, dass die Zweispänner Pferde auf beiden Seiten gefahren werden sollen. Also Auftrag für das August Lager: Umspannen.

Ich fahren ein Gespann bestehend aus einer 10 Jährigen poln. Kaltblutstute (meistens im Einspänner unterwegs) und einen 4-jährigen Schwarzwälder Kaltblut Wallach. Dieser lief bisher nur auf der rechten Seite. Aufgrund des Alters, weg vom Verkehr. Samstag morgens ging’s also ans Umspannen. Geschirre umbauen, das war ja noch leicht… Jetzt muss aber das Pferd an die andere Seite der Deichsel. Der Junior Findus meinte das ist die falsche Seite aber okay wird schon gehen. Seine Kumpeline Sam fand das aber richtig mies. Sie wollte nicht ran treten. Aber mit Ruhe und viel Lob stand sie nach 5 Minuten doch an ihrem Platz. Dann ging es aber zurück zu uralten Angewohnheiten. Sie fing nach 2 Jahren braven Einspannens wieder das Treten an. Sehr gefährlich für alle. Auch das wurde gemeistert. So jetzt brauchen wir ja nur noch loszufahren.

Hahaha… Die beiden Pferde waren scheinbar noch nie vor der Kutsche, alles war gruselig, Lenkung funktioniert nicht, Wendungen gingen gar nicht weil jetzt ja der Rechte der vorher langsamer in der Rechtwendung gehen mußte jetzt schneller laufen sollte. Und der andere umgekehrt. Plötzlich kannten wir auch die Peitsche nicht mehr und die Popos waren meist eingeklemmt und spannig. So ging es dann doch nur raus ins Gelände um sich an die Situation zu gewöhnen. Hölle Hölle Hölle … Blätter, Autos, Fahrbahnmarkierungen puhhh waren noch nie Thema, aber Samstag ging nichts.

Nach der anfänglichen Aufregung spielte sich das Team vor der Kutsche, jedoch noch zum Ende derTour ein und wir konnten sogar ein Stück traben. Für alle da draußen. So etwas macht ihr bitte nur mit erfahrenem Bodenpersonal und genug Erfahrung oder einen geeigneten Trainer.

In diesem Sinne hören wir uns im September wieder.
Liebe Grüße aus Birkenfeld
Gabi Görg

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