|
Reiten und Schlemmen Teil III |
|
|
Geschrieben von: Dagmar v. Essen
|
Restaurant Schlupfwinkel-Wilma Frei
Wurzelbacher Weg 5
66606 St. Wendel/ Wurzelbach
Tel. 06851/5170
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wer bei ausgedehnten Tagesritten das Saarland besser kennen lernen will und dabei sowohl kulturell wie auch kulinarisch nicht zu kurz kommen will, dem wollen wir hier in loser Folge Gaststätten, Restaurants, Naturfreundehäuser und Waldhütten vorstellen in denen Reiter und Pferd willkommen sind. Bei einem Tagesritt im St. Wendeler Land bieten sich dem Reiter mehrere Möglichkeiten zur Einkehr. Vorstellen möchten wir hier das Restaurant Schlupfwinkel mit ihrer Wirtin Wilma Frei.
Das Wilma Frei mit Leib und Seele Gastronomin ist das merkt man schon beim Betreten des Restaurants. Liebevoll eingedeckte Tische laden zum Verweilen ein. Zwei Terrassen und zwei Wintergärten schaffen eine tolle Atmosphäre und das auch bei weniger gutem Wetter. Eine Spezialität des Hauses sind die Hähnchen und das zu annehmbaren Preisen.
Für die Pferde sind Anbindemöglichkeiten vorhanden.
Das Restaurant liegt beschaulich in einem kleinen Tal etwas außerhalb von St. Wendel umrahmt von einer kleinen Anzahl von Häusern.
Startet man seinen Ritt aus Südwestlicher Richtung so bietet die Reitstrecke einiges an kulturellen und historischen Punkten sowie eine tolle Vielseitigkeitsstrecke mit festen Hindernissen mitten im Wald. Zum einen wäre da der Härtelwald mit seiner Marienverehrungsstätte, gefolgt von der historischen Siedlung Habenichts, die übrigens ihren Namen von Graf Adolf von Ottweiler hat. Der jagte einst in den Wäldern zwischen Mainzweiler und Tholey und kehrte hungrig und müde in einer Ziegelei ein, die an der Rheinstraße lag. Als er Speisen und Getränke für sich und sein Gefolge verlangte, sagten die Leute „ Wir haben nichts“ Daraufhin meinte der Graf „ Wenn hier nur Habenichtse wohnen, so soll diese Gegend ab sofort Habenichts heißen“
Direkt hinter Habenichts kommt die Rheinstraße. Auch sie hat eine historische Geschichte. Zur Zeit der römischen Kolonisierung war sie eine der wichtigsten Durchgangsstraßen, nämlich die Verbindung von Trier nach Straßburg. Es wird vermutet, dass diese Verbindungsstraße nicht von den Römern, sondern bereits von den Kelten angelegt wurde. Dies belegen zahlreiche Funde aus der keltischen Zeit. Auch vielen Reitern ist die Rheinstraße ein Begriff, denn alljährlich zum 1. Mai findet ein großes Reitertreffen statt.
Wer aus nördlicher Richtung anreitet, sollte einen Abstecher zum „Hiwwelhaus“ in Alsweiler machen. Es ist das älteste in seiner Originalität und Ursprünglichkeit erhaltene Bauernhaus des Saarlandes. Das Bauernhaus ist heute ein Museum und der Öffentlichkeit zugänglich. Jeden 1. Sonntag im Monat von 10-12 Uhr.
Es lohnt sich also die historische Gegend des St. Wendler Landes als Reiter zu erkunden und als gern gesehener Gast im Schlupfwinkel in Wurzelbach eine Rast einzulegen.
Einen Vorschlag für einen Tagesritt zum Ausdrucken oder Runterladen auf ein GPS Gerät findet Ihr auf der VFD Homepage unter „Schöne Reitstrecken im Saarland“.
Dagmar von Essen und Markus Schneider
|