Montag, 21. Mai 2012

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VFD-Saar

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Satteltest 2011 Drucken

VFD-Praxistests 2011

Jährlich testen wir viele Ausrüstungsgegenstände, die für Gelände- und Wanderreiter nützlich sein können. Alle Utensilien, die unsere harten Testkriterien während der Wanderreitsaison von April bis November eines Jahres überstehen, stellen wir Euch an dieser Stelle vor.

endurance_pioneer.jpgSattel „ENDURANCE EXCLUSIV“ von Pioneer, Italien

Für diesen Satteltest habe ich ganz bewusst keinen Sattel ausgesucht, der speziell fürs Wanderreiten konzipiert wurde. Denn nur wenige unserer Mitglieder sind häufig mit vollem Wanderreitgepäck auf Tour. Die meisten reiten sowohl im Gelände als auch in der Bahn und brauchen hierfür einen dressurtauglichen Geländesattel. Diese Voraussetzungen schien der „Endurance exclusiv“ zu erfüllen.

Ich nahm mit der Herstellerfirma PIONEER in Italien Kontakt auf, was in Englisch per E-Mail erst einmal recht schwierig war. Dennoch konnten wir trotz Sprachbarriere und weiter Entfernung die passende Kammerweite für mein Pferd ermitteln. Beim Auflegen des Sattels stellte ich dann fest, dass lediglich das Polster dem Pferderücken angepasst werden musste. Da der Sattel wollgefüllt ist, war das Anpassen bei einem unserer saarländischen Sattler kein Problem. Die Auflagefläche des Wollpolsters ist sehr groß, dadurch kann der Sattel aber auch für ganz kurze Pferde zu lang sein. Es gibt unterschiedliche Kammerweiten, aber nur eine Sitzgröße, die Kleidergröße 36 – 44 abdeckt. Am Sattel sind mehrere nicht rostende Ösen zum Befestigen von kleinem Wanderreitgepäck und des Vorderzeuges. Damit der Sattel ruhig auf dem Pferderücken liegt, ist er mit einer Dreipunktgurtung ausgestattet, er wird mit Kurzgurt geritten. Eine Besonderheit ist der Schnitt des Sattelblattes, es ist etwas schmaler als bei normalen Sätteln, aber breiter als Fender. Die großen Pauschen geben besonders beim Bergabreiten einen super guten Halt. Aber auch bei der Bahnarbeit liegt das Bein hier ganz ruhig an. Der Steigbügelriemen ist im Sattelblatt verankert, an dessen unterem Ende wird dann an einer Öse ein ganz kurzer Steigbügelriemen befestigt. Diese gibt es in unterschiedlichen Längen, je nach Größe des Reiters. Fürs Geländereiten ist der Sattel dann noch mit breiten, griffigen Steigbügeln ausgerüstet.

ausrstung_pioneer.jpgVon Anfang an hatte ich ein super gutes Sitzgefühl im Sattel, dessen Sitz halb tief geformt und super weich gepolstert ist. Erstaunlich ist sein minimales Gewicht von nur 5 Kilo, was mir beim Satteln sehr entgegen kommt. Für die täglichen Ausritte wurde der Sattel während der Sommersaison genutzt und ausgiebig getestet. Die Lederqualität und die Verarbeitung des Sattels sind sehr gut, man sieht ihm nach mehr als einem halben Jahr die Nutzung nicht an. Das Testpferd lief zufrieden mit dem Sattel und der Rücken hat sich gut entwickelt. Zur Sattellieferung gehört ein farblich passender, qualitativ sehr hochwertiger Lederkurzgurt. Den Sattel gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Farbkombinationen: schwarz, dunkelbraun, hellbraun, bordeaux, grau, blau, rot, grün, gelb. Ich habe einen rot/schwarzen Sattel, d. h. die Sattelblätter sind leuchtend rot, ebenso der Ledergurt. Die Firma PIONEER hat zum Sattel noch eine passende Wanderreittrense (mit ausschnallbarem Gebissteil) und ein Vorderzeug aus Biothane zur Verfügung gestellt. Sofort fiel mir die sehr gute Verarbeitung der beiden Gegenstände auf. Alle Metallteile sind aus stabilem, nicht rostendem Material – alles kann einfach unter einem Wasserstrahl abgewaschen werden. Vorderzeug und Trense sind tägliche Begleiter auf allen meinen Ritten. Die Wanderreittrense wird in den Größen Full, Cob und Pony angeboten. Das Vorderzeug ist in der Größe mehrfach verstellbar und wird durch eine ausschnallbare Martingalgabel komplettiert. Zum bunten Sattel gibt es die Wanderreittrense und das Vorderzeug aus Biothane in den Farben Gelb, grün, blau und rot. Die Preise sind wie folgt: Sattel „Endurance Exclusiv“ 898,00 €, Leder-Kurzgurt 49,90 €, Vorderzeug Biothane 79,00 €, Wanderreittrense Biothane incl. Zügel 99,90 €

Weitere Infos hierzu gibt es im Internet unter www.pioneerhorseline.com. In Deutschland werden die Artikel vom PHF-Store www.phf-store.de (sh. Anzeige) vertrieben, dort erhalten VFD-Mitglieder einen Preisnachlass von 10 % auf Pioneer-Artikel.

Christiane Claus und das Testteam

tekna.jpgTekna Sattel der Firma USG

Zur Verfügung gestellt von Helena Lehnert

Vielseitigkeitssattel mit geteilten Kissen

Ich habe im vergangenen Jahr den Tekna Sattel auf 3 verschiedenen Pferden im Langzeittest geritten.

Er hat sich ausgezeichnet durch eine gute Passform. Da er über einen sehr breiten Wirbelkanal und schöne breite Kissen verfügt, hat er auf den verschiedenen Pferden gut gelegen. Am längsten habe ich ihn auf einem meiner Schulpferde, dem Welschpony „Slash“ getestet. Er ist 135cm groß und hat eine sehr schwierige Sattellage, da er in den Schultern sehr steil ist und im hinteren Rückenbereich immer breiter wird. Außerdem ist er etwas überbaut in der Kruppe und daher haben die meisten Sättel die Tendenz gehabt, ihm auf die Schultern zu rutschen. Dieses Problem wird auch noch durch seine schlechte Gurtlage begünstigt. Er hat einen sehr kurzen Rücken, daher kommen die meisten Sättel für ihn überhaupt nicht in Frage. Es ist sehr schwierig für ihn einen passenden Sattel zu finden. Der Tekna passte ihm nun die ganze Testphase, d.h. über den Sommer sehr gut und saß auch ohne Schweifriemen. Die besondere Art der Gurtung (V-Gurtung und eine Gurtstrippe direkt unterhalb des Kopfeisens ) hat den Sattel stabil auf dem runden Rücken gehalten. Er rutschte auch beim Aufsteigen nicht. Der Sattel ist sehr bequem und gut für Freizeitreiter geeignet, die auf dem Reitplatz und im Gelände reiten möchten. Die Materialien aus denen der Sattel gefertigt ist, sind sehr robust, vergleichbar dem Wintec-Sattel aber noch etwas stabiler. Einfach mit einem feuchten Lappen drüberwischen, reicht als Pflegemaßnahme. Das hat sich vor allem beim meinen jungen Reitschülern sehr bewährt, da die Füße hier oft Kontakt mit dem Sattelblatt hatten. Er hat abnehmbare Pauschen. Vom Sattler kann man das Kopfeisen weiten lassen. Von daher ist er relativ flexibel auf viele verschiedene Pferde anzupassen. Auf mich hat der Sattel einen sehr guten Eindruck gemacht. Er ist optimal für Leute, die einen Kompromiss zwischen ihrem Geldbeutel und dem Komfort des Pferdes finden möchten. Gute Qualität für wenig Geld!

Detailliertere Infos bei Helena Lehnert, Sattlermeisterin

(Kontaktdaten siehe Werbeanzeige im Jahrbuch)

Jenny Becker

 

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