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VFD-Praxistests 2008:
Wie ihr wisst, halten wir immer die Augen auf, um neue innovative Utensilien zu finden, die uns als Gelände- und Wanderreiter das Leben leichter machen oder die einfach praktisch und nützlich sind. Aus dem reichhaltigen am Markt befindlichen Repertoire stellen wir Euch nachfolgend einige Gegenstände vor, die sich während der Wanderreitsaison 2008 bestens bewährt haben.
Nützliches von der Firma Ortlieb:
„Ortlieb-Protect“ – so übersteht die Kamera auch einen Regenritt
Fotos von den Reit- Touren sind immer gefragt, daher habe ich meist die
Digi-Kamera dabei. Doch wohin damit, wenn es mal wieder in Strömen
regnet? Ortlieb hat – wie immer – eine Lösung parat: der PROTECT. Das
ist eine kleine
wasserdichte Tasche, die innen fest ausgepolstert ist. Somit ist die
Kamera darin ziemlich schlag und bruchsicher verstaut. Mittels mehrerer
Ringe kann die Tasche ganz leicht als Vordertasche am Sattel befestigt
werden. Sie hat aber auch Schlaufen und kann am Gürtel getragen oder
mittels verstellbarem Umhängeriemen als Tasche getragen werden. Wie
alles von Ortlieb, so ist auch diese kleine Tasche wasserdicht umd mit
140 Gramm überaus leicht. Vom Sattel aus kann die Tasche mittels
„Quick-Seal-Verschluss“ sekundenschnell geöffnet oder zu gemacht
werden. Das ist so eine Art „Reißverschluss“, den man auch einhändig
verschließen kann. Zusätzlich hat die Tasche auch noch den altbekannten
Rollverschluss, so wie z. B. an den Packsäcken für den wasserdichten
Transport der Schlafsäcke.
Natürlich kann auch das Navi oder sonstige zerbrechlichen Gegenstände
darin befördert werden. Wir fanden die Tasche überaus praktisch, denn
man hat schnellen Zugriff auf den Fotoapparat und kann unterwegs
Schnappschüsse vom Pferd aus schießen ohne anhalten zu müssen. Der
Preis für dieses praktische Utensil liegt bei 45,00 Euro. Nähere Infos
sind erhältlich unter www.ortlieb.de Christiane Claus
Die Ortlieb Kartentasche
Wer schon einmal ohne Kartenschutz bei Regen geritten ist, weiß wie
schnell sich die topografische Karte in Pappmachee verwandeln kann.
Auch etwas verschwitzte Finger genügen, um die Farbe der Karte
verwischen zu lassen und schon sind entscheidende Symbole nicht mehr
erkennbar. Ich verwende deshalb – auch bei gutem Wetter - immer meine
Kartentasche, denn die Karte bleibt dann einfach länger brauchbar.Die
Kartentasche von Ortlieb besteht aus sehr stabilem Kunststoff. Durch
ein spezielles Verschlusssystem mit Klett ist der Inhalt wirklich
wasserdicht verpackt, was bei Dauerregen oder Absturz in den Bach ein
großer Vorteil ist.
Da die Kartentasche von beiden Seiten durchsichtig ist, kann man bei
geschicktem Falten der topografischen Karte eine gute Strecke reiten,
bevor man wieder umfalten muss. Die Tasche lässt sich samt inliegender
Karte in der Hand zusammenknautschen, so dass man gut mit dem Finger
auf der Strecke bleiben kann. Es bilden sich hierbei weder bleibende
Knicke in der Kartentasche noch in der Karte selbst. Meine erste
Kartentasche von Ortlieb ist bereits acht Jahre alt und auch nach
vielen Kilometern ohne Verschleißerscheinungen. Lediglich das
ursprünglich sehr klare durchsichtige Material wurde im Laufe der Jahre
etwas gelbstichig.
Fazit: Ein sehr praktischer und haltbarer Schutz für die topografische
Karte oder andere Dokumente bei Unternehmungen in der Natur. Die
Kartentasche gibt es in verschieden Größen. Getestet habe ich in diesem
Sommer die Größe 27 x 27 cm, was mir für Wanderreiterzwecke als die
praktischste Größe erscheint. Sie kostet ca. 18,00 € und ist z.B. bei
Outdoor-Ausrüstern erhältlich. Nähere Infos sind erhältlich unter
www.ortlieb.de Michaela Kondr
„Halbe“ Regenchaps von Globetrotter
Regenwolken. Die Regenhose im Gepäck. Erste Tropfen. Ziehe ich die
Regenhose an oder nicht? Ich habe keine Lust auf die umständliche
Prozedur und hoffe, der Regen hört gleich auf. Die Beine werden schon
nass. Bis ich mich entschieden habe, sind die Oberschenkel bereits
durchgeweicht. Jetzt lohnt die Regenhose auch nicht mehr. Mit
klitschnassen Beinen reite ich weiter. Mist!
Für
alle die dieses Szenario kennen gibt es jetzt eine kleine Lösung: „The
Rainwear Company Rainlegs Unisex“ von Globetrotter. Bei der Hansepferd
in Norddeutschland hatte ich sie in diesem Frühjahr entdeckt.
Eigentlich kommen sie aus dem Radsport, funktionieren aber auch auf dem
Pferd. Die Chaps werden in eingerolltem Zustand wie ein Gürtel um die
Taille gelegt und mit einem Clip verschlossen. Die Weite des Bandes ist
stufenlos verstellbar. Bei Regen löst man je Bein drei Druckknöpfe und
lässt die Chaps an der Oberseite der Oberschenkel herunterrollen. Sie
reichen bis knapp unter die Knie und werden dort mit einem Klettband
fixiert. Ein weiters elastisches Band je Bein wird unter dem Gesäß nach
hinten geführt und mit Clipverschluss am hinteren Teil des Gürtels
befestigt. Die ganze Prozedur dauert mit etwas Übung nur wenige
Sekunden. Oberschenkel und Knie sind dann gegen Regen, nasse Blätter
und kaltem Wind geschützt.
Den Härtetest bestanden meine Chaps im September auf einem langen
Distanzritt mit Dauerregen und ziemlich ekligem Wind. Gleich am Start
ließ ich die Chaps herunter. Nach der ersten Stunde Regenritt fühlten
sich nach meine Beine leicht klamm an. Ich kann nicht sagen, ob das
Material mit der Zeit etwas Nässe von außen durchließ oder ob die Beine
zu warm wurden. Das klamme Gefühl wurde jedoch auch nach mehreren
Stunden nicht schlimmer, so dass die Chaps insgesamt einen wirklich
guten Schutz vor dem Regen und dem Wind boten. Zum Vergleich hatte ich
die Mitreiter, die sich ohne Regenschutz auf die Strecke begeben
hatten. Deren Beine waren wirklich komplett durchgeweicht. Von Zeit zu
Zeit rutschten die Chaps bei Dauertrab ein wenig nach oben. Dies ließ
sich mit einem kurzen Handgriff wieder korrigieren. Allerdings hat mein
Pferd einen wirklich schwungvollen Trab. Es ist wahrscheinlich, dass
das Hochrutschen bei Pferden mit etwas komfortablerem Gangwerk nicht
vorkommt.
Insgesamt sind die Chaps ein guter Kompromiss bei unbeständigem Wetter,
leichtem Regen und kaltem Wind. Sie sind auf jeden Fall viel luftiger,
komfortabler und unkomplizierter als herkömmliche Regenhosen. Nach
einer Reitsaison sind noch keine Abnutzungserscheinungen erkennbar.
Obwohl die Schnallen unter dem Gesäß geführt werden, hat nichts
gedrückt oder gestört. Die Chaps sind in den Größen S bis XL erhältlich
bei Globetrotter www.Globetrotter.de, Preis: 26,95€.
Michaela Kondr
Baumloser
Sattel „Pro Endurance“
in VFD-Praxistest 2008
Von den vielen innovativen Ideen, die
in dem baumlosen Sattel „Endurance pro“ stecken, waren die
Testreiter der VFD-SAAR allesamt begeistert. Von Anfang an vermittelt
dieser baumlose ein Reitgefühl, wie auf einem richtigen Sattel.
Tief und sicher sitzt man auf dem weich gepolsterten Sitz, dessen
Größe sich mittels kleiner Schrauben auf der
Sattelunterseite leicht verstellen lässt. Ein dressurmäßiger
Sitz ist ebenso möglich, wie das Reiten im Schwebesitz. Die
langen Sattelblätter verhindern ein Durchschwitzen der Reithose,
auch im Sommer bei hohen Temperaturen. Verschiedene Teile können
mittels Klettbefestigung ganz problemlos ausgetauscht werden. So z.B.
die vorderen Pauschen, die frei positionierbar dem Bein eine optimale
Lage bieten. Hierdurch hat man auch bei Geländeformationen oder
über kleineren Sprüngen stets einen sicheren Halt.
Ebenfalls klettbar sind die Rückenpolster, die in zwei
unterschiedlichen Dicken angeboten werden (4 cm und 6 cm). Wir hatten
am Testsattel die 4 cm Polster und diese waren für eine gute
Wirbelsäulenfreiheit auch bei allen Testpferden ausreichend. Die
Breite des Wirbelkanales kann man quasi frei wählen durch die
Positionierung der Kissen. Genial ist die verstellbare Kammerweite.
Mittels eines drehbaren Zwischenstückes am Vorderzwiesel lässt
sich dieser individuell auf jede Widerristbreite einstellen.
Hierdurch konnte der Sattel auf ganz unterschiedlichen Pferden
genutzt werden. Da er auch extrem kurz ist (48 cm) passte er auch auf
kleine Pferde wie Isländer. Insgesamt wurde der Sattel genutzt
auf: Paso Peruano, Traber, kräftigem Warmblut, schmalem
Isländer, Connemara, Araber, Quarab und Tennessee-Walker. Nur
ein Pferd kam mit dem Sattel nicht zurecht, was aber sicherlich auch
an der schwierigen Sattellage dieses Pferdes liegt.
Der Sattel wird mit Kurzgurt geritten,
was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Einige Reiter konnten den
Kurzgurt nicht vom Pferd aus nachziehen und mussten hierfür
absitzen. Vorteil ist, dass sich der Sattel mit dieser Gurtungsart
gut an die unterschiedlichen Pferdebäuche anpassen lässt.
Beim Auf- und Absteigen liegt er ganz sicher auf dem Pferd und
verrutscht nicht. Die Gurtstrippen sind etwas breiter als bei anderen
Sätteln, daher empfiehlt es sich, gleich einen passenden Gurt
mit zu erwerben.
Ausgestattet mit mehreren D-Ringen kann
auch kleines Gepäck wie z. B. Regenjacke transportiert werden.
Für großes Wanderreitgepäck sind baumlose Sättel
ohnehin nicht konzipiert worden. Für Vorderzeug sind am
Vorderzwiesel ebenfalls Ringe angebracht.
Fazit: den Testreitern vermittelte der
Sattel ein sehr gutes Reitgefühl und er ließ sich schnell
und unkompliziert auf unterschiedliche Pferde anpassen. Der Preis
liegt bei 950,00 Euro ohne Zubehör. Weitere Infos sind unter
www.flexibler-sattel.de
und www.baumloser-sattel.de
Christiane
Claus und Mitreiter
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