Heuer fand unser VFD-Weihnachtsfeier-Tännchentrail im Freizeitzentrum Finkenrech im Vereinsheim der Imker statt. Gut ausgestattet mit Sitzgelegenheiten und Tischen( die schön dekoriert wurden von Inge und Stefan), wohlbestückt mit Punsch, Kaffee, Tee, Gebäck, Kuchen, Nüssen, konnte man entspannt den Tag beginnen (na ja fast, denn vorher zuhause hatten wir ja alle schon unsere Familie, Pferde.....versorgt). Nach geraumer Zeit fand ein interessanter Vortrag über Bienen, Honigherstellung und was da noch so dranhängt, statt. Die aufkommenden Fragen von Kindern und Erwachsenen wurden gern und kompetent beantwortet. Honigproben (Erste Jahresernte Rapsblüte, Zweite Schleuderung Akazienblüte, Dritte: Frühe Blütentracht(z.B. Obstbäume) Vierte Schleuderung :Späte Blütentracht (viele verschiedene Blütensorten) konnten wir probieren und auf diese Art und Weise bemerkte man auch den unterschiedlichen Wohlgeschmack von echtem Honig.
Honig ist ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau.
Honig besteht aus etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen. Die Zusammensetzung kann je nach Honigsorte sehr unterschiedlich sein. Die mengenmäßig wichtigsten Inhaltsstoffe sind Fruchtzucker (27 bis 44 %), Traubenzucker (22 bis 41 %) und Wasser (ca. 18 %). Weitere typische Inhaltsstoffe sind andere Zuckerarten, Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Farb- und Aromastoffe. Honig kann flüssig oder auch fest (kristallisiert) sein. Das hängt hauptsächlich von dem Verhältnis der beiden Einfachzucker Frucht- und Traubenzucker zueinander ab, aber auch davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird. Aus der Wabe wird der Honig in einer speziellen Zentrifuge, einer so genannten „Honigschleuder“, bei Umgebungstemperatur gewonnen. Wichtiger für die Erhaltung der Inhaltsstoffe im Honig ist unter anderem die kühle Lagerung. Deshalb darf gemäß der Deutschen Honigverordnung mit „Deutscher Honig“ gekennzeichneter Honig nicht über 40 °C erwärmt werden. Honig entsteht, indem Bienen Nektariensäfte oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen aufnehmen, mit körpereigenen Stoffen anreichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen. Die Hauptquelle ist der Nektar von Blütenpflanzen.
Die Biene saugt den Nektar oder Honigtau über ihren Rüssel auf. In der Honigblase wird dieser dann in den Bienenstock transportiert. Dort wird der zuckerhaltige Saft an die Stockbienen weitergegeben. Schon während des Transports und jetzt im Bienenstock werden laufend bieneneigene Stoffe hinzugegeben und der Wassergehalt reduziert. Die von der Biene hinzugefügten Enzyme bewirken eine Veränderung des Zuckerspektrums und die Entstehung von Inhibinen – diese hemmen das Wachstum von Hefen und Bakterien. Die Reduzierung des Wassergehalts erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird ein Tropfen Nektar über den Rüssel mehrfach herausgelassen und wieder eingesaugt. Danach, ab einem Wassergehalt von 30 bis 40 % wird der so schon bearbeitete und etwas eingedickte Nektar über und auch im Brutnest in leeren Wabenzellen ausgebreitet. Die Zellen werden dabei nur teilweise gefüllt, um eine möglichst große Verdunstungsfläche zu erzeugen. Die weitere Verdunstung des Wassers wird jetzt durch Fächeln mit den Flügeln beschleunigt. Dabei wird beispielsweise nachts die Stockluft mit kühlerer und trockenerer (absolute Feuchte) Außenluft getauscht, die auf annähernd Brutnesttemperatur aufgeheizt wird.[2] Schließlich wird ein Wassergehalt von unter 20 % erreicht, meist 18 % oder sogar noch etwas geringer. Damit ist der Trocknungsvorgang des Honigs durch die Bienen abgeschlossen. Der jetzt fertige Honig wird noch einmal umgetragen und in Lagerzellen über dem Brutnest eingelagert, wobei er mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen wird. Imker bezeichnen diesen Vorgang als Verdeckeln. Er ist für sie das Zeichen, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.
Honig dient dem Bienenvolk als Futter und Energiequelle, um längere Zeit ohne Nahrungszufuhr von außen überleben zu können. So muss im Winter im Inneren der sogenannten Wintertraube eine Temperatur von ca. 27 °C gehalten werden, an der Oberfläche der Wintertraube darf die Temperatur nicht unter 8 °C abfallen, da sonst die Bienen sterben würden.
Honig ist in Deutschland ein Lebensmittel und darf deshalb nicht zur Wundbehandlung oder als Heilmittel (entzündungshemmend, antibiotische Wirkung) eingesetzt werden. Seit 2005 gibt es jedoch anerkannte Medizinprodukte zur Behandlung chronischer Wunden.
In Bayern wurden 2005 gentechnisch veränderte Pollen von Gentechnik-Mais der FA. Monsanto gefunden. Also kauft keinen Honig aus Süd- und Nordamerika, da dort gentechnisch veränderte Pflanzen sehr verbreitet sind.
Aus Honig können auch Getränke hergestellt werden: z.B. Met auch Honigwein genannt oder auch - wir konnten ihn probieren – den Bärenfang, ein Honiglikör. Sehr lecker.
Drohne: männl. Biene, die nichts tut, außer Begattung der Königin
Arbeiterinnen: Ammenbiene, Stockbiene, Baubiene, Wächterin, Flugbiene, Sammlerin, Kundschafterin/Spurbiene, Wasserholerin.
Die Arbeitsbienen sammeln Honig bis Juli, danach werden die Drohnenbienen aus dem Stock rausgeschmissen (Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen) und sterben.
Die Bienenkönigin lebt etwa 5 Jahre und bringt über 80 Tage täglich ca.1200 Eier.
Danach gingen wir eine kleine Tour spazieren durch einen lichten Buchenwald. Glücklicherweise regnete es in dieser Zeit nicht. Die zahlreichen Hunde der TeilnehmerInnen konnten sich austoben. Daran anschließend genossen wir das vorbestellte Mittagessen.
Nach ausgiebigem Austausch und Erzählen kam noch der Nikolaus zu Besuch und nachdem er sein Goldenes Buch konsultiert hatte, beschloß er uns alle zu beschenken.
Gegen 16 Uhr war der allgemeine Aufbruch und ein netter Tag zu Ende.
|