- unser Indian-Summer-Ritt 2011 - im „internationalen Jahr des Waldes"
Unterwegs in den Moselseitentälern südlich von Trier
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Wer es kurz und knackig will (auf gut deutsch sagt der Franzose: KISS = keep it striktly short) hier eine Zusammenfassung: reite und halte die Augen auf und genieße was du siehst, denn schon nach kurzer Zeit war klar, dass wir uns auf unsere Rittführer verlassen können - Christiane und Jürgen.
Apropos genießen: die Abendessen im australischen
Restaurant und in Trier im ital. Restau-rant, wo die Pizza mit akrobatischer Geschicklichkeit zu Autoreifengröße gewirbelt und später mit tänzerischer Grandezza serviert wurde.
Zuvor lernten wir vom Barden und Bänkelsänger Andreas von Sittmann/Treveris die Seiten von Triers Stadtgeschichte kennen, trefflich in Verse, Moritaten und Gesang sowie zeitgenössischen Bezug gebracht, das Ganze mit soviel Witz, Kalauer und Posse (es erinnerte mich ein wenig an die Art von Heinz Erhardt) dargeboten, dass er unbedingt weiterempfohlen werden kann.
Einen großen Wermutstropfen gab es leider doch: Christiane verletzte sich am Auge und konnte so Tag 2 und 3 nicht mehr mitreiten, wenigstens konnte sie uns noch im Trossbus begleiten.
Sehr schön fand ich auch, dass es gelungen ist, uns 8 verschiedene, erwachsene Fremde eine Gruppe werden zu lassen und, dass jeder sein Ego im Zaum halten konnte, sodass der Ritt wirklich schön wurde.
Überwältigend nett war der Empfang am Treffpunkt, ebenso wie der Abschied an Tag 3 ebendort.
Die Wanderreitstation in Mehring konnte uns große Paddocks bieten, aber das Heu war ungenießbar . Jedoch organisierten Christiane und Jürgen gutes Heu für unsere Vierbeiner. Wanderreitstation 2 in Osburg punktete mit großen Graspaddocks, genügend Wasser und Müsli für unsere Schwerarbeiter sowie guten sauberen Unterkünften und tollen Räumlichkeiten für Wanderreiter und ihre Partner.
Die insgesamt etwa 70 km waren abwechslungsreich, wurden in allen Gangarten geritten, aber immer kontrolliert. Etwas, was für mich sehr wichtig ist. Ich mag keine unkontrollierten Trabrennen oder Galoppaden auf Wiesen. Es ging bergauf und bergab, es gab Waldautobahnen (leider oft geschottert), Pfade, Dickicht, Hindernisse, Sonne satt, provencalisch-blauen Himmel, trockne Bachbette, klare Wasserläufe, Wasserfurt, nette Fußgänger, lächelnde Mountain-Biker, keine Mücken, Trinkpausen -kurz, alles so wie es auf einem Wanderritt sein muss, damit er harmonisch in Erinnerung bleibt.
Also Danke an alle MitreiterInnen und an das Orga-Team=Rittführung.
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