Samstag, 25. Mai 2013

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Nachbericht : Das Pferd als Spiegel der Seele Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Marie-Therese Walter   

Das Pferd als Spiegel der Seele – Infotreff der VFD Saar mit Jenny Becker und Claudia Swierczek

infotreff_jenny3.jpgTrotz des leicht stürmischen Wetters versammelten sich am 29.02. zahlreiche Mitglieder und Nichtmitglieder, um sich über das Thema „Das Pferd als Spiegel der Seele – Persönlichkeitstraining mit Pferden“ zu informieren, so dass die Tische nicht und die verfügbaren Sitzgelegenheiten auch nur knapp ausreichten. Die Referentinnen waren bis dato noch nicht in dieser Form in Erscheinung getreten, ihre „Vor-Präsentation“ am letzten Infotreff versprach jedoch einen interessanten Abend mit einem spannenden Thema.

Nach einer kurzen Vorstellung der beiden Vortragenden erläuterte Jenny Beckerinfotreff_jenny1.jpg zunächst die evolutionären Strategien des Pferdes, vornehmlich das Leben im Herdenverband, die sein Überleben bis in die heutige Zeit sicherten. Anschließend beschäftigte sie sich mit den sozialen Strukturen und dem Gesellschaftssystem des Herdenverbandes und erläuterte, dass es beim Umgang mit dem Pferd nicht auf die körperliche Überlegenheit ankommt, sondern auf das Präsentieren von Führungsqualitäten, wie beispielsweise Präsenz, Klarheit, Weitsicht, Achtsamkeit, Willenskraft oder Intelligenz. Im Folgenden wurde anhand von anschaulichen Beispielen erläutert, wie sich diese Führungsqualität auch auf die Beziehung von Menschen und Pferden auswirken, weshalb Pferde für ein Persönlichkeitstraining besonders geeignet sind. Als erfolgreiches historisches Pferd-Mensch-Paar wurde Alexander der Große mit seinem Hengst Bukephalos vorgestellt, der Angst vor seinem eigenen Schatten hatte und deshalb als unreitbar galt. Alexander fand dies durch aufmerksames Beobachten heraus und ihm gelang es, den Hengst von seiner Angst zu kurieren.

infotreff_jenny2.jpgIm Anschluss erklärte Claudia Swierczek den wissenschaftlichen Hintergrund zum Persönlichkeitstraining mit Pferden. Zunächst wurden dabei die sogenannten „Spiegelnervenzellen“ vorgestellt, die erst vor ca. 12 Jahren von einem italienischen Wissenschaftler entdeckt wurden und die das Phänomen der Intuition wissenschaftlich begründen. Danach folgte die Resonanztheorie, die erläutert, wie Spiegelnervenzellen funktionieren und dass sie nur durch lebende Akteure aktiviert werden können. Des weiteren wurde das Optische Aufbereitungs- und Interpretationssystem STS, das für intuitives Handeln verantwortlich ist, mit seiner Funktionsweise und seinem Platz im Spiegelnervensystem vorgestellt und es wurden Beispiele für resonantes Handeln und Intuition gezeigt, die die Zuhörer gut nachvollziehen konnten und die zu eigenen Experimenten anregten.

Den Abschluss des Vortrags bildete ein Film, in dem gezeigt wurde, wie verschiedene Personen, die vorherinfotreff_jenny4.jpg noch nichts mit Pferden zu tun hatten, mit einem von Jenny Becker gestellten Pferd bestimmte Aufgaben lösten. Dazu wurden die Personen befragt, wie sie ihren Erfolg einschätzen, wie sie sich selbst im Umgang mit dem Pferd fühlen, und wie sie meinen, dass das Pferd sich fühlt. Die Antworten auf diese Fragen lösten im pferdeerfahrenen Publikum immer wieder Heiterkeit aus, zeigten aber auch, wie unterschiedlich verschiedene Persönlichkeiten ein und dieselbe Situation einschätzen. Mit zahlreichen neuen Erkenntnissen endete so ein sehr informativer und unterhaltsamer Abend.

Marie-Therese Walter

 

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