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Nachbericht:VFD-Prüfungen Pferdekunde, Gelände- und Wanderreiter, RPIII |
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Geschrieben von: Dagmar v. Essen
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Prüfung unter erschwerten (Wetter-) Bedingungen
Pünktlich zum Prüfungstermin für Pferdekunde, Geländereiter und Rittführer auf dem Lindenhof in Frohnhofen schlug die Wetterlage, die eigentlich schon auf Frühling stand, wieder in nass-kalt-winterlich um. Ob es daran lag, dass so viele Saarländer ihre Prüfung in der Pfalz ablegen wollten ist meteologisch leider nicht erwiesen.
Am Morgen des 17.März 2007 war die Welt bzw. das Wetter noch in Ordnung, so dass die Teilnehmer der Geländereiter- als auch der Rittführerprüfung pünktlich um 9 Uhr auf dem Lindenhof eintrafen, ihre Pferde in den Paddocks versorgten und sich zu einem ersten wärmenden Kaffee in Martinas Seminarraum trafen.
Nachdem der gesamte Lernstoff nochmals durchgekaut worden war, die Reitstrecke für den Geländeritt am Nachmittag ausbaldowert war und die Aufgaben der angehenden Rittführer verteilt worden waren, wurden die Pferde gesattelt um die Bahnprüfung ein letztes Mal zu üben. Pünktlich beim Betreten der Reitbahn fing es dann auch an zu regnen!
Nachdem die Pferde sämtliche Gespenster, die sich in den Ecken der Reitbahn versteckt hielten, aufgespürt hatten, verlief die Generalprobe recht gut, also wurde es Zeit, sich mal wieder aufzuwärmen. Während des gemeinsamen Mittagessens trudelten dann auch nach und nach die restlichen Prüflinge ein.
Und dann ging’s los.
Nach der sog. Rittvorbesprechung wurden die Pferde gesattelt und man versammelte sich zum gemeinsamen Geländeritt im Innenhof des Lindenhofs. Was die angehenden Rittführer nicht wussten….. auf diesem Ritt sollten sie bereits auf Herz und Nieren geprüft werden und zwar zum Teil von den angehenden Geländereitern. Schon vor dem Abritt kamen Fragen wie „ Muss ich wirklich einen Helm tragen“, „Soll das Erste-Hilfe-Set wirklich am Körper getragen werden“…. usw.,usw….Wie sich später herausstellte waren dies bereits alles fingierte Fangfragen für die Prüflinge, die auch während des gesamten Rittes alle Hände voll zu tun hatten. Man munkelt, einige der Geländereiter hätten extra vorher Schauspielunterricht genommen um verschiedene Szenarien wirklichkeitsgetreu nachzustellen, wie z.B. das Zerreißen eines Zügels und das Durchgehen eines Pferdes mit anschließendem Kreislaufkollaps des Reiters. Dass der nörgelnde Part des einzigen männlichen Mitreiters wirklich Schauspielerei war bezweifele ich zwar stark, doch der todesmutige Sprung einer Reiterin (ohne Stuntdouble) den Abhang hinunter war fast oscarreif und selbst Prüfer Martina zweifelte, ob nun echt oder geschauspielert.
Von einer gewissen Kiki wurde nach dem Ritt ein Steckbrief angefertigt, der nun in allen Wanderreitstationen aushängt und alle Rittführer davor warnt, sie auf einem Ritt auch nur für eine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Nach gut 2,5 Stunden waren alle wieder auf dem Lindenhof angekommen und nach dem Absatteln und Versorgen der Pferde ging es zur Manöverkritik bzw., zur Rittnachbesprechung. Alles in allem empfand jeder den Ritt als sehr positiv, doch auch Kritik war angebracht und wurde von den angehenden Rittführern aufmerksam zur Kenntnis genommen.
Danach löste sich die Gruppe nach und nach auf und nur diejenigen die auf dem Lindenhof übernachteten blieben.
Am nächsten Morgen: Der erste ängstliche Blick aus dem Fenster. Wie ist das Wetter????
Na Klasse!! Zum Regen gesellte sich nun noch ein kräftiger Sturm….also das optimale Wetter um eine Reitprüfung abzuhalten. ( Ich hege den Verdacht: dies ist in der Pfalz der sog. „Saarländerbonus“ )
Nach kurzer Terminbesprechung wurde der Ablauf wie folgt festgelegt : Angefangen wurde mit der Reitprüfung der Rittführer, währenddessen die Geländereiter ihre schriftliche Prüfung ablegten, danach hatten die Geländereiter ihre Bahnprüfung und die angehenden Rittführer erledigten den schriftlichen Teil.
Nach den gemeinsamen Mittagessen stand für die Geländereiter nochmals ein geführter Geländeritt mit Michaela Kondr auf dem Plan.
Die zurück gebliebenen angehenden Rittführer wärmten sich derweil am Bollerofen und waren voller Mitgefühl für die armen Geländereiter, die bei strömenden Regen und Sturm nochmals auf Pferd mussten ….wobei doch der eine oder andere Rittführer ein hämisches Grinsen im Gesicht hatte, dachte er doch wohl an eine kleine süße Genugtuung für die fingierten Unfälle und Fangfragen des Vortages.
Nach all dem Stress von Prüfung, Unfällen, nörgelnden Mitreitern und Reitprüfung bei Sturm, stand noch der Kurs „ Gruppendynamik und Stressbewältigung“ mit Anke Hillebrand an.
Nach ca. 3 Stunden waren wir dann auch alle wieder absolut stressfrei und relaxt, so dass wir die zurückkehrenden, doch etwas arg aufgeweichten und leicht angefrorenen Geländereiter empfangen konnten.
Nach einem kurzen Feedback von Michaela Kondr wurden alle Teilnehmer mit dem Wissen diesen Teil der Prüfung bestanden zu haben nach Hause entlassen. Einige bekamen bereits eine Urkunde ausgestellt bzw. ihren Reiterpass - andere müssen noch Teilprüfungen bestehen - denen wünsche ich noch VIEL GLÜCK.
Ach ja……als wir dann auf dem Nachhauseweg endlich wieder durchs Saarland fuhren, ging gerade die strahlende Sonne in einem feuerroten Ball unter.
-Dagmar v. Essen-
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