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Nachbericht RP II 2.-3. Juni
Eine Kardinalsfrage beschäftigte die vier Reiterpass-II-Anwärter Laura Stamm, Petra Strassner, Dr. Anke Litwicki und Heike
Petry in der letzten Maiwoche am meisten: „Wie kriege ich das alles in meinen Sattelpacktaschen unter?“ Gemeint waren damit das komplette Übernachtungsgepäck für Pferd und Reiter sowie die Notfallausrüstung
und weitere notwendige Kleinigkeiten wie z.B. Ekzemdecke und Glücks-Ferkel. Manch einer hatte im Vorfeld so seine eigenen Ideen das Gewicht des Marschgepäckes zu reduzieren.
Wanderreiter
müssen bekanntlich neben dem „Gepäcktransfer“ auch flexibel bei der
Streckenplanung sein. So mussten die
beiden Prüfer Christiane Claus und Helmut Wagner sowie ihre beiden
Prüferassistenten Monja und Katrin schon vor Prüfungsbeginn unerwartet
umdisponieren; war doch der geplante Treffpunkt wegen der Warndt-Ralley
nicht zugänglich. Dies war für das erfahrene Prüferteam kein Hindernis
und innerhalb kürzester Zeit war ein geeigneter Platz für Pferde und
Hänger gefunden. Los ging`s bei strahlendem Wetter.
Nach Reittauglichkeitsuntersuchung und Ausrüstungskontrolle, starteten
die Teilnehmer einzeln im Abstand von 15 Minuten.
Nun galt es „Orientierung mit Karte und Kompass“ (Danke an Nicole und Stefan Rinck!) in die Praxis umzusetzen und den Weg zu den
vereinbarten Kontrollpunkten zu finden. Lag doch der erste dieser Punkte im Niemandsland zwischen Deutschland und Frankreich.
Dort erwartete uns erneut das Prüferteam mit
kniffligen Aufgaben rund ums Wanderreiten. So mussten ein gerissener
Steigbügelriemen
repariert, Fragen zur Karte beantwortet, das Notbeschlagwerkzeug
vorgezeigt und nicht zuletzt der „gebrochene Unterarm“ der
Prüferassistentin fachmännisch z.B. mit Nagelziehzange und
Beschlaghammer geschient
werden.
Die letzte Etappe von Merlen nach Berviller
verlangte dem Orientierungssinn der Prüflinge noch einmal alles ab.
Nichts desto trotz
erreichten alle souverän ihr Ziel.
Nach dem Versorgen der Pferde und dem
Herrichten des Nachtlagers wurden die Prüflinge von den beiden
Gastgebern Christiane und
Jürgen mit einem grandiosen Abendessen verwöhnt. Am nächsten Tag stand
nach dem Frühstück, bei unverändert herrlichem Wetter, ein gemeinsamer
Ausritt ohne Gepäck auf dem Programm. Leider
wurden unsere Pferde in dieser Nacht von lothringischen „Kampf“Insekten
attackiert, was bei Laura`s Pferd Nantana zu einer so heftigen
allergischen Reaktion führte, dass diese sich entschloss, zum Wohle
ihres Pferdes
nicht zu reiten. Allerdings fand sich auch hier eine Lösung und sie
durfte sich mit Stallkollegin Petra Ritt und Pferd teilen. Der etwa
dreistündige Ausritt in allen Gangarten führte über schöne Waldwege
zum Europa-Denkmal nach Berus, wo uns das Trossfahrzeug mit Getränken
für Ross und Reiter erwartet. Zurück in Berviller stand die
abschließende Reittauglichkeitsuntersuchung an, die wie erwartet ohne
Beanstandung
verlief.
Bei Kaffee und Kuchen fand die Nachbesprechung statt und Prüferin und VFD-Vorsitzende Christiane Claus könnte allen Prüflingen
zum bestandenen Wanderreiter-Abzeichen mit einem Glas Sekt gratulieren.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal
bei unseren beiden Prüfern Christiane und Helmut und den beiden
Prüfungsassistenten
Monja und Katrin bedanken. Darüber hinaus auch ein großes Lob an
Lindenhof-Chefin Martina Knapp für die hervorragenden
Vorbereitungskurse.
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