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Pfingst-Tour-West 2007 in Osburg
Ach wie schade, dass es schon wieder vorbei ist....
Für alle, die nicht dabei gewesen sind, hier
ein kleiner Bericht, damit Ihr wisst was Ihr verpasst habt und im
nächsten Jahr mitmacht:
Die Pfingst-Tour-West ist ein Distanzritt über
zwei Tage. Insgesamt sind ca. 120 km zu reiten, es kann aber an beiden
Tagen früher in der Wertung aufgehört werden.
Markenzeichen der Pfingsttour ist ganz sicher seine tolle Stimmung und
das Gemeinschaftsgefühl. Zwischen Reiten, Essen (die Küche ist
legendär), Singen und Blödsinn machen hat auch der Neueinsteiger nicht
lange Gelegenheit sich fremd zu fühlen. Reiten nach Karte ist nicht so
schwer wie man glaubt und kann geübt werden. Außerdem finden sich
eigentlich immer Mitreiter, die einen netten Neueinsteiger mitziehen.
An den Stops warten viele Helfer, versorgen die Pferde mit Wasser und
die Reiter mit allem Kulinarischen, was es schwer macht sich
loszureißen und weiterzureiten.
Schorsch Sauer, unser „Traditionstierarzt“
konnte kurzfristig leider aus familiären Gründen nicht dabei sein.
Netterweise erklärte sich Tierärztin Su
Sundmaker, die selbst mitritt, spontan bereit, zusätzlich die Vor- und
Nachuntersuchung der Pferde vorzunehmen. Allerdings verlor der
Distanzritt dadurch seinen offiziellen Wettbewerbscharakter, denn in
den Pausen war
kein Tierarzt anwesend. Es ist typisch für die Teilnehmer der
Pfingsttour, dass dies der Stimmung und dem Spaß an der Strecke keinen
Abbruch tat und trotzdem jeder sehr sorgsam mit seinem Pferd umging.
Das Wetter war viel besser, als angekündigt, die Stecke wunderschön und abwechslungsreich.
Am ersten Tag ritten wir verschiedene Bachtäler
entlang. Endlos lange Trabwege und reizvolle Bachdurchquerungen machten
das Reiten bei Sonne und Hitze zu einem Vergnügen.
Der zweite Tag führte auf neuen Strecken in
einem abwechslungsreichen Auf- und Ab über Hügel, Täler und Höhenzüge.
Weil ich es meinem jungen Pferd
leichter machen wollte bin ich in einem ungewohnten Anfall von
Sportlichkeit bergab neben dem Pferd her gerannt und habe nun den
Muskelkater meines Lebens.
Im Mittagsstop wurde das Wetter schlechter. Ich
schob mein junges Pferd vor und verzichtete auf den Rest der Strecke.
Einige wenige Verwegene jedoch machten sich auf die letzten
Kilometer und wurden mit einer schönen Strecke bei Fast-Sonnenschein
belohnt.
Bei Kartenritten gehört es dazu, sich
wenigstens ein bisschen zu verreiten. Lustig, als Abends dann die
Erlebnisse erzählt wurden und wir feststellten, dass fast alle
Reiter an einer Stelle in der gleichen Sackgasse beim Hochsitz gelandet
waren. Jeder war voll Vertrauen den Hufspuren des Vorgängers hinterher
geritten. Haha, die ersten Spuren waren von uns und ich habe nie
behauptet,
dass ich wirklich Karte lesen kann.
Der Tag klang am abendlichen Lagerfeuer mit
Gesang, Gitarre, Akkordeon und Geige aus. Auch wenn der musikalische
Nachwuchs aus den eigenen Reihen von Jahr zu Jahr besser wird
– nicht nur wegen seiner stimmlichen Qualitäten haben wir Tierarzt
Schorsch in der Runde sehr vermisst und hoffen, das er im nächsten Jahr
wieder dabei ist.
Der letzte Tag war wie immer der Siegerehrung
gewidmet. Eine Gruppe von Fernsehjunkies hatte zuvor (vermutlich um
Fernsehentzugserscheinungen entgegenzuwirken) spontan die Wahl
zu „Osburgs next Topmodel“ organisiert. Mobilisiert wurde alles, was
Reiter, Veranstalter und Tross zu bieten hat und die Modenschau wurde
ein voller Erfolg. Ich bin sicher, nächstes Jahr weiß noch jeder, wer
die Wahl zum Top-Model gewonnen hat – aber wer war bitte noch mal der
schnellste Reiter auf der Strecke? Ist ja auch fast egal, alle Pferde
und Reiter sind wohlbehalten heimgekehrt, alle hatten Spaß, nur die
Veranstalter
hatten zusätzlich auch noch jede Menge Arbeit. Vielen Dank noch mal an
dieser Stelle für das große Engagement. Die Pfingsttour bleibt fest in
unserem Terminkalender.
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