Freitag, 18. Mai 2012

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VFD-Saar

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Nachbericht : Pfingst-Tour-West Drucken
Geschrieben von: Michaela Kondr   
Pfingst-Tour-West 2007 in Osburg

Ach wie schade, dass es schon wieder vorbei ist....

Für alle, die nicht dabei gewesen sind, hier ein kleiner Bericht, damit Ihr wisst was Ihr verpasst habt und im nächsten Jahr mitmacht:


kopie_von_dsci50941Die Pfingst-Tour-West ist ein Distanzritt über zwei Tage. Insgesamt sind ca. 120 km zu reiten, es kann aber an beiden Tagen früher in der Wertung aufgehört werden. Markenzeichen der Pfingsttour ist ganz sicher seine tolle Stimmung und das Gemeinschaftsgefühl. Zwischen Reiten, Essen (die Küche ist legendär), Singen und Blödsinn machen hat auch der Neueinsteiger nicht lange Gelegenheit sich fremd zu fühlen. Reiten nach Karte ist nicht so schwer wie man glaubt und kann geübt werden. Außerdem finden sich eigentlich immer Mitreiter, die einen netten Neueinsteiger mitziehen. An den Stops warten viele Helfer, versorgen die Pferde mit Wasser und die Reiter mit allem Kulinarischen, was es schwer macht sich loszureißen und weiterzureiten.

Schorsch Sauer, unser „Traditionstierarzt“ konnte kurzfristig leider aus familiären Gründen nicht dabei sein. Netterweise erklärte sich Tierärztin Su Sundmaker, die selbst mitritt, spontan bereit, zusätzlich die Vor- und Nachuntersuchung der Pferde vorzunehmen. Allerdings verlor der Distanzritt dadurch seinen offiziellen Wettbewerbscharakter, denn in den Pausen war kein Tierarzt anwesend. Es ist typisch für die Teilnehmer der Pfingsttour, dass dies der Stimmung und dem Spaß an der Strecke keinen Abbruch tat und trotzdem jeder sehr sorgsam mit seinem Pferd umging.

Das Wetter war viel besser, als angekündigt, die Stecke wunderschön und abwechslungsreich.

Am ersten Tag ritten wir verschiedene Bachtäler entlang. Endlos lange Trabwege und reizvolle Bachdurchquerungen machten das Reiten bei Sonne und Hitze zu einem Vergnügen.

kopie_von_dsci51002 Der zweite Tag führte auf neuen Strecken in einem abwechslungsreichen Auf- und Ab über Hügel, Täler und Höhenzüge. Weil ich es meinem jungen Pferd leichter machen wollte bin ich in einem ungewohnten Anfall von Sportlichkeit bergab neben dem Pferd her gerannt und habe nun den Muskelkater meines Lebens.

Im Mittagsstop wurde das Wetter schlechter. Ich schob mein junges Pferd vor und verzichtete auf den Rest der Strecke. Einige wenige Verwegene jedoch machten sich auf die letzten Kilometer und wurden mit einer schönen Strecke bei Fast-Sonnenschein belohnt.

Bei Kartenritten gehört es dazu, sich wenigstens ein bisschen zu verreiten. Lustig, als Abends dann die Erlebnisse erzählt wurden und wir feststellten, dass fast alle Reiter an einer Stelle in der gleichen Sackgasse beim Hochsitz gelandet waren. Jeder war voll Vertrauen den Hufspuren des Vorgängers hinterher geritten. Haha, die ersten Spuren waren von uns und ich habe nie behauptet, dass ich wirklich Karte lesen kann.

Der Tag klang am abendlichen Lagerfeuer mit Gesang, Gitarre, Akkordeon und Geige aus. Auch wenn der musikalische Nachwuchs aus den eigenen Reihen von Jahr zu Jahr besser wird – nicht nur wegen seiner stimmlichen Qualitäten haben wir Tierarzt Schorsch in der Runde sehr vermisst und hoffen, das er im nächsten Jahr wieder dabei ist.

Der letzte Tag war wie immer der Siegerehrung gewidmet. Eine Gruppe von Fernsehjunkies hatte zuvor (vermutlich um Fernsehentzugserscheinungen entgegenzuwirken) spontan die Wahl zu „Osburgs next Topmodel“ organisiert. Mobilisiert wurde alles, was Reiter, Veranstalter und Tross zu bieten hat und die Modenschau wurde ein voller Erfolg. Ich bin sicher, nächstes Jahr weiß noch jeder, wer die Wahl zum Top-Model gewonnen hat – aber wer war bitte noch mal der schnellste Reiter auf der Strecke? Ist ja auch fast egal, alle Pferde und Reiter sind wohlbehalten heimgekehrt, alle hatten Spaß, nur die Veranstalter hatten zusätzlich auch noch jede Menge Arbeit. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle für das große Engagement. Die Pfingsttour bleibt fest in unserem Terminkalender.

 

Top!