Freitag, 18. Mai 2012

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VFD-Saar

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Nachbericht : Infotreff "Artgerechte Weidehaltung" Drucken

Infotreff der VFD-SAAR mit Frau Dr. Renate Vanselow zum Thema „Artgerechte Weidehaltung“

referat_vanselow1Mehr als 60 Freizeitreiter konnte die VFD-SAAR beim ersten Infotreff der Wintersaison 2007/08 begrüßen. Sicherlich hatte das interessante Thema „Artgerechte Weidehaltung; Welches Grünland brauchen Pferde?“ so viele Pferdehalter nach Schwalbach gelockt. Die Referentin Diplom-Biologin Dr. Renate Vanselow hat eine 30-jährige Erfahrung in der Pferdehaltung sowie eine Promotion in der Ökosystemforschung, arbeitet in verschiedenen Projekten zum Klimawandel (Global Change), ist Sachverständige, ökol. Gutachterin. und Autorin von Fachbüchern und Artikeln, Fachreferentin. So war es kein Wunder, dass

die Zuhörer ein hochkarätiges Referat erwartete, in dem die Frage nach einer naturnahen, artgerechten Weidehaltung für Pferde zum Kernpunkt wurde.

referat_vanselowIst das Pferd ein Steppentier? Mit vielen Argumenten ging die Referentin dieser Frage auf den Grund, denn nicht der Mensch hat das Pferd als leichtfuttriges Tier gezüchtet, sondern die Evolution. In diesem Referat wurde den Pferdehaltern deutlich vermittelt, warum Pferde anderes Gras und anderes Heu als Hochleistungsrinder brauchen. Wie sich die unterschiedlichen Fruktanwerte zu verschiedenen Tageszeiten in den unterschiedlichsten Grassorten darstellen und die Konsequenzen für unsere Pferde wurde eindrucksvoll vermittelt.

Ein Thema das den meisten Pferdehaltern bislang nicht bewusst war sind die vielfältigen Gifte in Hochleistungsgräsern. Diese leben in einer Symbiose mit verschiedenen Pilzen, die unterschiedliche Gifte produzieren. Beim Weidegang und mit dem Heu nehmen die Pferde diese Gifte auf. So wundert es nicht, dass unsere Pferde dann zunehmend mit Krankheiten auf diese Gifte wie z. B. Lolitrem B reagieren. Frau Dr. Vanselow zeigte auch mehrere Möglichkeiten eines korrekten Weidemanagements auf, das letztlich zur Gesunderhaltung unserer Pferde beiträgt. Schon bei der Auswahl des Saatgutes lassen sich spätere Krankheiten vermeiden, denn Pferde sind ein Energiesparmodell der Evolution.

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Eine Zugabe war an diesem Abend noch ein Referat über Giftpflanzen auf der Pferdeweide, das die Referentin aufgrund des großen Interesses der Zuhörer anfügte.

Christiane Claus

 

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