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Inges spannender Tagesritt mit Tiersegnung |
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Geschrieben von: Inge Marquitz
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Zwölf Jahre bin ich jetzt schon im Verein, habe die Windrosenausbildung gemacht, viele Kurse besucht und an unzähligen Wanderritten teilgenommen. Aber eines habe ich noch nie gemacht: selbst einen Ritt veranstaltet.
Zuerst waren die Kinder noch so klein, dann waren wir mit unserem Umbau beschäftigt, danach war mein Pferd noch zu jung….. Es gab immer eine gute Entschuldigung mich nicht an diese Aufgabe zu trauen. Doch Christiane gibt ja bekanntlich nicht auf. Sie ist unermüdlich in Motivation und Überzeugungskraft. 2008 war es dann soweit. Auch ich wollte meinen Beitrag dazu leisten, das Angebot der Veranstaltung zu erweitern und damit den Verein unterstützen. Mit einem Tagesritt wollte ich den Anfang wagen und mich langsam an die Aufgabe ran tasten.
Unsere Nachbarn, Familie Naumann auch VFD-ler, veranstalten schon seit einigen Jahren an Fronleichnam ein Ranchfest mit Tiersegnung. Dieses Fest ist zu einem kleinen Highlight in unserem Dorf geworden,
zu dem sich viele Reiter von Nah und Fern einfinden aber auch viele Tierbesitzer, die ihre Vierbeiner (vom Hund bis zum Hamster)
zur Segnung mitbringen. Mit selbstgebackenem Kuchen und einigen
Grillspezialitäten ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die
Stimmung auf diesem Ranchfest ist etwas ganz besonderes, nicht zuletzt
wegen der tollen Segnung von Diakon Hugo Naumann, der immer ergreifende
Worte findet und jedem etwas mitgibt, auf seinen zukünftigen Weg.
Dieses Fest wäre als Ziel meines Rittes genial!
Viele Stunden grübelte ich, um einen eindrucksvollen Ritt zu gestalten.
Ich war schon sehr aufgeregt und gespannt auf die Teilnehmer, den
Ablauf, ob alles klappt und ob am Ende auch alle zufrieden sind. Am Tag
zuvor baute ich für alle Teilnehmer Paddocks auf, mit Wasser und Heu,
damit nach der Segnung die Pferde schnell versorgt waren und wir gleich
zum Fest zurück konnten. In dieser Nacht konnte ich kaum schlafen:
hatte ich an alles gedacht, geht alles gut, läuft der Ritt ohne
Probleme, haben alles Spaß? Tausend Gedanken waren in meinem Kopf.
Donnerstagmorgen 9.30 Uhr! Die ersten Teilnehmer trafen ein. Wie ein Wunder kamen alle nacheinander. Wiedererwarten
gab es keinen Stress beim Ausladen, Hänger wegfahren und fertig machen.
Alle hatten gute Laune, die Pferde waren alle cool und sogar Petrus war
mit dem Wetter auf unserer Seite, sodass wir nach einem kleinen Imbiss
pünktlich um 11.00 Uhr starten konnten. Vom Isländer über einen Muli
bis hin zum Spanier waren wir ein echt bunt gemischter Haufen von 12
Reitern.
Ich hatte eine sehr abwechslungsreiche Strecke ausgesucht: einfache
Waldwege, Kletterpartien auf einem Felsenpfad und durch alte
Panzersperren, am Eppelborner Fischweiher vorbei zum Naherholungsgebiet
Finkenrech. Naturnahe idyllische Pfade, schöne Galoppstrecken, Tunnel,
Wasserduchquerung und eine lange Wiese, die jeder im eigenen Tempo
gehen konnte, ließen jeden auf seine Kosten kommen. Das Miteinander und
die Abstimmung in der so unterschiedlichen Gruppe klappte hervorragend.
An dieser Stelle ein großes Kompliment an alle Teilnehmer, die mir das
Gelingen meines ersten Rittes wirklich sehr leicht gemacht haben.
Pünktlich um 15.00 Uhr erreichten wir die Rainbow-Ranch und nahmen an
der wunderschönen Tiersegnung teil. Zum Andenken hatte ich kleine
Schutzengel aus Porzellan besorgt, die Diakon Naumann natürlich noch
extra für uns gesegnet hatte, damit sie auch ein Leben lang beschützen.
Wir brachten unsere Pferde in die schon fertigen Paddocks und konnten
ganz entspannt in froher Runde das Fest genießen. Der Abend kam
natürlich viel zu schnell. Ein wunderschöner Tag war nun zu Ende.
Wehmütig verabschiedete ich alle Reiter, allerdings mit dem Versprechen
im nächsten Jahr diesen Ritt zu wiederholen. Dieser Bericht soll alle
VFD-ler anspornen auch mal einen Ritt zu organisieren. Auch ich hatte
riese Angst, dass etwas in die Hose geht, aber es war gar nicht so
schwer. Nur Mut!
Inge Marquitz
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