Computerspiele im Test
Pferd & Pony „Die Reitakademie“
Altersangabe: 3+
Der Traum vieler Mädchen – Reiten auf dem Stundenplan! Hier schlüpfst
Du in die Rolle einer 13-jährigen, die ein Stipendium für eine
Reitakademie erhalten hat. Wie in bereits bekannten Spielen hast Du ein
eigenes Schulpferd zu versorgen, d.h. Füttern, Tränken, Misten, Putzen
und natürlich das Reiten müssen täglich erledigt werden. Neben Dressur
oder Springen bietet dieses Spiel erstmals die Möglichkeit auch eine
Ausbildung im Westernreiten zu belegen. Alle Reitstile müssen als
Unterrichtsfach belegt werden, wobei man sich einen Lieblingsreitstil
aussuchen kann bzw. muss. Das Reiten ist nicht freiwählbar, d.h. es
gibt Lektionen, die innerhalb eines Zeitlimits geritten werden müssen.
Eine erfolgreiche Teilnahme auf Turnieren im favorisierten Reitstil
bringt die Aussicht auf ein besseres Schulpferd und seltsamerweise auch
auf neue Freunde und den ersten Freund. Ausritte sind nur in die Stadt
möglich und die Auswahl ist mit 3 vorgegebenen Wegen recht spärlich.
Ein Spiel, das gegenüber den früheren Pferdespielen einige Neuerungen
bringt. So wird beim Reiten das Pferd nicht mehr nur über die Tastatur
gesteuert, denn die Richtung, Wendungen, etc. müssen durch die Maus
geregelt werden – nicht immer ganz einfach, aber exaktes Handling ist
gefragt und es bringt viel Spaß.
Neben dem Umgang mit dem Pferd dreht sich das Spiel um
zwischenmenschliche Beziehungen und Zickereien unter pubertierenden
Teenies. Du erhältst Taschengeld und gute Schulnoten bessern Dein
Budget weiter auf. So kannst Du Dir neue Kleider, fetzige Bettwäsche,
hippe Frisuren und Accessoires besorgen.
Schade finde ich, dass bei aller Detailtreue die Macher darauf
verzichtet haben, den jugendlichen SpielerInnen neben den
Reitkenntnissen die sozialen Grundbedürfnisse der Pferde zu vermitteln,
z.B. wie wichtig artgerechte Haltung mit Pferdegesellschaft und
Koppelgang sind.
Tessa und Susi Kinsinger
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